Heimatmuseen

Mit dem Ziel, den Menschen ein Spiegelbild vom Denken und Schaffen der Generationen vor uns zu vermitteln und der Jugend die Gelegenheit zu geben, die Vergangenheit nachzuempfinden, wurde am 22.10.1982 das Heimatmuseum im ehemaligen Rathaus im Ortsteil Leopoldshafen eingeweiht.

Heimathaus Ankerberg 8zoom
Heimathaus Ankerberg 8
Fähre Sophie im Alten Hafenzoom
Fähre Sophie im Alten Hafen
Meilensteine der Dorfgeschichte im Film für 7,50 €.zoom
Meilensteine der Dorfgeschichte im Film für 7,50 €.
Heimatmuseum im Ortsteil Leopoldshafen, Leopoldstraße 12
Heimatmuseum im Ortsteil Leopoldshafen, Leopoldstraße 12

Das Heimatmuseum, Leopoldstraße 12 und das Heimathaus, Ankerberg 8 sind an folgenden Sonntagen von 11.00 - 16.00 Uhr geöffnet:

25.06., 02.07.(PAMINA), 09.07., 16.07., 23.07., 30.07., 06.08., 13.08., 20.08., 27.08., 03.09., 10.09., 17.09., 24.09., 01.10., 08.10., 15.10., 22.10., 29.10., 05.11., 12.11., 19.11., 26.11., 03.12., 10.12., und 17.12.2017


An Heiligabend und Silvester bleiben beide Häuser geschlossen.

Zu zwei besonderen Anlässen möchten wir Sie herzlich einladen:

Am ersten Dezemberwochenende veranstaltet die Agendagruppe Ortsgeschichte den schon traditionellen Nikolaustag am und im Heimatmuseum Leopoldshafen. 

Führungen können über die Gemeindearchivarin Katrin Kranich unter Tel. 0721/97886-61 oder per E-Mail an k.kranich@egg-leo.de vereinbart werden.

Kranich, Katrin

Gemeindearchiv

Wolfgang Knobloch ehrenamtlicher Museumsleiter

07243 63131
wo-knobloch@t-online.de

mehrfach ausgezeichnet

 
 

Heimatmuseum im Ortsteil Leopoldshafen

Das zwischen 1720 und 1730 erbaute Museumsgebäude steht unter Denkmalschutz und dürfte in seiner Art einzigartig in der Unteren Hardt sein.
Der Gebäudekomplex des Heimatmuseums besteht aus dem Haupthaus, einem Nebengebäude, einem kleinen Schuppen und einem geschlossenen Hof. Der früher im Hof gezeigte Pumpbrunnen ist an seinem angestammten Platz vor dem Haupthaus wiederaufgebaut worden.    

Im Erdgeschoss des Haupthauses entstand die Rekonstruktion einer Wohnung, bestehend aus Wohn- und Schlafstube, Küche und Vorratskammer, deren Einrichtung der Zeit um 1900 entspricht. Ebenfalls im Erdgeschoss, jedoch mit Zugang von der Hofseite, befindet sich eine kleine Wagnerei mit einer sehr seltenen Radmaschine. Die Werkstatt ist ein Hinweis auf die soziale Lage der Hardtbauern, die in den meisten Fällen nicht von der Landwirtschaft alleine leben konnten, sondern als Handwerker u. a. hinzuverdienen mussten. 

Das Obergeschoss ist der allgemeinen Entwicklung von Eggenstein und Leopoldshafen bis in die neueste Zeit anhand von Dokumenten, Plänen, Karten, Bodenfunden und Sachobjekten gewidmet. 

Im Dachgeschoss (Speicher) werden, geordnet nach Sach- und Funktionsgruppen, Werkzeuge und Geräte aus Hauswirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sowie Handwerke ausgestellt.

Das Nebengebäude beherbergt alle für "Stall und Scheune" typischen Gerätschaften, z.B. Wagen, Pflüge, Häcksel- und Foltermaschinen usw. Im kleinen offenen Schuppen sind Fischereigeräte (Nachen, Netze, Reusen) zu besichtigen. 

Mit der Verleihung eines Förderpreises durch den Arbeitskreis „Heimatpflege Nordbaden“ im Rahmen des Wettbewerbs „Vorbildliches Heimatmuseum“ im Regierungsbezirk Karlsruhe im September 1990 wurde das Museum in dieser einzigartigen Art gewürdigt.

Nikolaustag 

am ersten Wochenende im Dezember Leopoldstraße 12

liebevoll eingerichtete Küche im Heimatmuseumzoom
liebevoll eingerichtete Küche im Heimatmuseum
Schlafstube im Heimatmuseumzoom
gut gefüllte Speisekammerzoom
gut gefüllte Speisekammer
Einweihung Oktober 1982zoom
Einweihung Oktober 1982
 

Fähre Sophie im Alten Hafen

Ein weiteres kulturgeschichtlich bedeutendes Exponat schmückt seit 2011 den Alten Hafen:

Die ehemalige Fähre der Gemeinde Zwingenberg. Derselbe Bautyp wurde auch zwischen Leopoldshafen und Leimersheim eingesetzt. Dank ehrenamtlichen Einsatzes konnte die Fähre überholt werden. 2012 erhielt sie den Namen „Sophie“ nach der Gemahlin des Großherzogs Leopold von Baden.

Wilfried Jahraus der Agendagruppe Ortsgeschichte organisiert gerne Führungen.

07247 208677
wilfried.jahraus@t-online.de

Fähre Sophie im Alten Hafen in Leopoldshafen zoom
Fähre Sophie im Alten Hafen in Leopoldshafen
 

Heimathaus im Ortsteil Eggenstein

Heimathaus am Ankerberg 8, Foto Ralf Schreckzoom
Heimathaus am Ankerberg 8, Foto Ralf Schreck
Scheune vor der Renovierungzoom
Scheune unten 30.03 2017zoom
 
Scheune oben vor Renovierungzoom
 Nebengebäude vor Renovierung 2013zoom
Scheune nach Renovierung, 30.3.17zoom
"Beengte Notunterkunft" im Nebengebäude, Foto Ralf Schreckzoom
 

Vorher-Nachher-Ansichten der Scheune und der Notunterkunft im Nebengebäude.

Die Gemeinde hat 2012 das letzte noch umfassend erhaltene Fachwerkhaus in Eggenstein erworben.
Der Standort am Ankerberg 8 hat einen besonderen geschichtlichen Hintergrund, denn es handelt sich um die wahrscheinlich älteste Verbindung zwischen Hoch- und Tiefgestade, die seit der Römerzeit genutzt wurde.

Ein kulturhistorisches Kleinod ist entstanden und der Bevölkerung zugänglich gemacht. Dieses historische Gebäude ergänzt das Heimatmuseum und die Fähre Sophie im Alten Hafen und präsentiert die Ortsgeschichte in weiteren Facetten. 

Das Heimathaus sollte kein zweites Heimatmuseum werden, sondern eigene thematische Schwerpunkte vermitteln. Da in Leopoldshafen - bedingt durch den ehemals bedeutenden Hafen - der Fokus auf dem Rhein (Rheinübergänge, Schifffahrt, Handel...) liegt und außerdem die Vor- und Frühgeschichte mit bedeutenden archäologischen Funden vor allem dort präsentiert wird, konnten im Heimathaus ergänzende Gesichtspunkte wie Flucht, Vertreibung, Migration, Aus- und Rückwanderung (Amerikasiedler, deutsche Ostsiedlung und ihr Ende) sowie Eggensteiner Ortsgeschichte u.a. anhand von Darstellungen der dörflichen Handwerke behandelt werden.

Die Ende der 1950er Jahre angebaute ehemalige Waschküche soll die beengten Verhältnisse in den Notunterkünften der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat vertriebenen deutschen Flüchtlinge veranschaulichen.

Im nicht öffentlich zugänglichen Spitzgiebel des Haupthauses befindet sich der umfangreiche Bücherbestand der Gemeindemuseen, der nach Absprache gerne genutzt werden kann.

Budget: 180.000 €, verteilt über drei Jahre.

Dank intensivem ehrenamtlichem Engagement (mehrere tausend Stunden seit Baubeginn!) konnte der Kostenrahmen nicht nur eingehalten werden – es ließen sich sogar Extras wie neue Fenster im Haupthaus, ein Geräteschuppen und die Umgestaltung des Hofes finanzieren. So veranschaulicht das Heimathaus nicht nur die Ortsgeschichte, sondern steht als Symbol für gelebtes bürgerschaftliches Engagement.

 
Enthüllung der Ehrentafel bei der Einweihung des Gesamtareals am 18.6.17 mit einem wunderschönen Museumsfest. Auf der Ehrentafel stehen die Namen derer, die sich durch außergwöhnlichen Einsatz ausgezeichnet haben.zoom
Enthüllung der Ehrentafel bei der Einweihung des Gesamtareals am 18.6.17 mit einem wunderschönen Museumsfest. Auf der Ehrentafel stehen die Namen derer, die sich durch außergwöhnlichen Einsatz ausgezeichnet haben.
Ehrentafel mit den Namen derer, die sich durch außergewöhnlichen Einsatz eingebracht haben.zoom
 

Einweihung der Scheune 17.4.2016

Einweihung Scheune 

30 Wochen und mehr als 2.000 Stunden haben sie seit der Einweihung des Hauptgebäudes im September 2015 geackert. Vom Bautrupp ist die Rede.

„Zu Hause ist viel liegengeblieben, besonders in den letzten Wochen“, informiert Manfred Stern aus Eggenstein bei seinem kurzen Bericht zum Verlauf der Bauarbeiten. Bürgermeister Stober zeigte sich in seiner Ansprache so begeistert von dem „Bautrupp“, wie sie sich selbst bezeichnen, dass er die ganze Mannschaft zu sich nach Hause eingeladen hat, um sie persönlich zu bekochen. Dass aus einem der ältesten Fachwerkhäuser bei uns (Anno 1618), in so kurzer Zeit ein historisches Kleinod entstehen kann, hätte er sich nicht vorstellen können.

Die zahlreichen Besucher konnten sich am 17.04.2016 bei der Einweihung von der Geschicklichkeit des Umbauteams überzeugen. Bemerkenswert ist, dass nur die Firmen Linder & Aulenbach, Dachdecker Müller, Architekt und Statiker beim Scheunenumbau beschäftigt wurden. Alles andere erfolgte ehrenamtlich. So steht das Heimathaus nicht nur für die Geschichte unseres Ortes, sondern ist auch ein Symbol des hohen ehrenamtlichen Engagements in unserer Gemeinde, auf welches wir alle sehr stolz sind.

Nicht nur die Wände und Decken erstrahlen in frischem Weiß, alles ist mit Liebe hergerichtet und die Exponate sind mit Schienen- und Seilsystem aufwendig ins „richtige Licht“ gerückt.

Wolfgang Knobloch wird nicht müde, zu beteuern wie prima der Trupp zusammengearbeitet hat. Wobei er selbst intensiv mitgewirkt hat und letztlich lag es an ihm, seine Konzeption der Ausstellung professionell umzusetzen. Was ihm sehr gut gelungen ist und wofür er viel Lob erntete.

Die Einweihung der Scheune wurde zwar wie auch schon beim Haupthaus vom Wettergott getauft, dennoch gab es viel Gelächter unter den Besuchern, die sich bei beschwingter Musik durch das Akkordeonorchester Neureut und leckeren Paprikawürsten der Heimatortsgemeinschaft Siwatz intensiv über die neue Ausstellung austauschten.

„Als nächstes wird der Außenbereich neu gestaltet und Details der Ausstellung optimiert“ informiert Jürgen Ehrmann, der im Rathaus für das Projekt verantwortlich ist.

An dieser Stelle danken wir sehr herzlich den Bürgerinnen und Bürgern, die sich aufgrund der Suchaufrufe im Amtsblatt und der BNN gemeldet haben und die Ausstellung mit Exponaten bereichert haben. 

Die Helfer- und Unterstützerschar im Hof des Heimathauses am 14.9.15 bei der Übergabe, der von der Kulturstiftung der Sparkasse geförderten, historisch bedeutsamen Exponate.zoom
Die Helfer- und Unterstützerschar im Hof des Heimathauses am 14.9.15 bei der Übergabe, der von der Kulturstiftung der Sparkasse geförderten, historisch bedeutsamen Exponate.
Wir danken der tollen Mannschaft vom Heimathaus - dem "Scheunen-Bautrupp"zoom
Wir danken der tollen Mannschaft vom Heimathaus - dem "Scheunen-Bautrupp"

v.l.n.r. Helmut Mangold, Kurt Kiefer, Siegfried Stutz, Wolfgang Knobloch,
hinten: Dieter Fuchs, Manfred Stern (Egg)
vorne: Helmut Lang, Hans-Jürgen Schönthaler, Hans-Dieter Holstein.

Wolfgang Knobloch bei der Erläuterung seines Ausstellungskonzeptes, nicht nur unser ehrenamtlicher Museumsleiter, sondern auch von berufs wegen ausgewiesener Fachmann
Wolfgang Knobloch bei der Erläuterung seines Ausstellungskonzeptes, nicht nur unser ehrenamtlicher Museumsleiter, sondern auch von berufs wegen ausgewiesener Fachmann
Der auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierte Architekt Bernd Säubert im Fachgespräch mit Manfred Stern, der u.a. das Beleuchtungssystem montiert hat.
Der auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierte Architekt Bernd Säubert im Fachgespräch mit Manfred Stern, der u.a. das Beleuchtungssystem montiert hat.
Nur eine Woche zuvor... Kurt Kiefer in seinem Element.
Nur eine Woche zuvor... Kurt Kiefer in seinem Element.
Dieter Fuchs erläutert den Beruf des Drechslers
Dieter Fuchs erläutert den Beruf des Drechslers
 

Einweihung des Hauptgebäudes 19.9.2015

Einweihung Heimathaus – Geheimnis gelüftet

Zeitgleich mit der Einweihung des ersten Abschnittes des Heimathauses konnte das Rätsel um das Alter unseres Heimathauses gelöst werden. „Wir haben es zwar noch nicht schwarz auf weiß, aber mündlich vom Fachmann“ informiert Jürgen Ehrmann, als Leiter des Hauptamtes verantwortlich für das Projekt Heimathaus. Wolfgang Knobloch und der auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierte Architekt Bernd Säubert hatten von Anbeginn den Verdacht, dass das Heimathaus älter sein muss als vom Denkmalamt bisher angenommen. Das Denkmalamt schätzte um das 18. Jahrhundert und die Analyse der entnommenen Holzprobe brachte jetzt das Ergebnis: Sommer 1618. Das heißt unser Heimathaus ist sagenhafte runde 400 Jahre alt.

Damit hatte Bürgermeister Stober nicht gerechnet, als er beim Abendspaziergang zufällig entdeckte, dass das Fachwerkhaus am Ankerberg 8 zum Verkauf steht und dem Gemeinderat die verwaltungsseitige Empfehlung zum Kauf vorlegte. Der Gemeinderat hat in 2012 für den Ankauf gestimmt und trotz angespannter Finanzlage Mittel genehmigt, um das historische Gebäude  zu einem Museum herzurichten. Nur mit Unterstützung der Kulturstiftung der Sparkasse, der Heimatortsgemeinschaft Siwatz, örtlicher Firmen und vor allem der sehr engagierten ehrenamtlichen Helferschar war es möglich noch im Jubiläumsjahr des Ortsteils Eggenstein aus dem Heimathaus in so kurzer Zeit ein Museum zu machen, welches der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Dass mit der Herrichtung des Hauptgebäudes ein Meilenstein der Ortsgeschichte vollzogen wird, war jedem klar. Aber die Dimension dieses geschichtlichen Unterfangens überrascht denn doch.

Beim Hoffest zur Einweihung ging es feucht-fröhlich zu. Zuerst gab es punktgenau zur Ansprache des Bürgermeisters einen heftigen Regenguss, was dazu führte, dass sich die Gäste sehr schnell sehr nah kamen, als sie unter den Zelten und Schirmen zusammenrückten. Dann strahlten die Sonne, die Verantwortlichen, die Helfer und die Gäste um die Wette angesichts dieses tollen Gebäudes mit seiner liebevollen Einrichtung. „So schön hatte ich es mir nicht vorgestellt, trotz hoher Erwartung“ meinte eine Besucherin nach der fachkundigen Führung durch Wolfgang Knobloch. Bei beschwingter Musik der Altrheinmusikanten, gut gewürztem Kesselgulasch und Paprikawürsten der Heimatortsgemeinschaft Siwatz feierten die Gäste ein denkwürdiges Fest.

Beim feuchtfröhlichen Einweihungsfest hat die Heimatortsgemeinschaft Siwatz mit würzigem Kesselgulasch bewirtet.
Beim feuchtfröhlichen Einweihungsfest hat die Heimatortsgemeinschaft Siwatz mit würzigem Kesselgulasch bewirtet.
Wir danken der tollen Mannschaft vom Heimathaus (nicht alle auf dem Foto): Aulenbach, Heinrich - Bolz, Manfred - Fuchs, Andreas - Fuchs, Dieter - Holstein, Hans-Dieter - Kiefer, Kurt - Knobloch, Wolfgang - Knobloch, Otti - Kuhn, Gerhard - Lang, Helmut - Mangold, Helmut - Stern, Manfred (Egg) - Stern, Manfred (Leo) - Stutz, Siegfriedzoom
Wir danken der tollen Mannschaft vom Heimathaus (nicht alle auf dem Foto):
Aulenbach, Heinrich - Bolz, Manfred - Fuchs, Andreas - Fuchs, Dieter - Holstein, Hans-Dieter - Kiefer, Kurt - Knobloch, Wolfgang - Knobloch, Otti - Kuhn, Gerhard - Lang, Helmut - Mangold, Helmut - Stern, Manfred (Egg) - Stern, Manfred (Leo) - Stutz, Siegfried
Wolfgang Knobloch, nicht nur unser ehrenamtlicher Museumsleiter, sondern auch von berufs wegen ausgewiesener Fachmann
Wolfgang Knobloch, nicht nur unser ehrenamtlicher Museumsleiter, sondern auch von berufs wegen ausgewiesener Fachmann
Der auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierte Architekt Bernd Säubert im Fachgespräch mit Katrin Kranich bei der Einweihung
Der auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierte Architekt Bernd Säubert im Fachgespräch mit Katrin Kranich bei der Einweihung
 

Schwerpunkte der Ausstellung sind zum einen die Ortsgeschichte von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit und zum anderen die Themen Auswanderung, Ansiedlung und Integration der Heimatvertriebenen und das Thema Migration. In der Scheune mit der größten Ausstellungsfläche werden vor allem historische Handwerke und Gewerbe thematisiert. Der Gemeinderat hatte dem Nutzungskonzept zugestimmt, welches unser fachkundiger ehrenamtlicher Museumsleiter Wolfgang Knobloch erarbeitet hat. 

Aufgrund begrenzter Mittel wurde die Herrichtung des Areals auf drei Jahre verteilt. Zum Jubiläum wurde planmäßig das Hauptgebäude im Erdgeschoss und Obergeschoss fertig. Ohne umfangreiches ehrenamtliches Engagement wäre dies nicht zu schaffen gewesen. Der Spitzboden kann leider aus brandschutztechnischen Gründen nicht für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Im Nebengebäude ist eine „Notunterkunft“ wie in Kriegszeiten eingerichtet. Das Dach der Scheune musste sofort neu gedeckt werden. Es war undicht. Der etwas aufwendigere Ausbau der Scheune erfolgte zum Schluss vor der Umgestaltung des Außenbereichs. Hier mustes die Treppe verlegt werden, um eine größere Ausstellungsfläche zu gewinnen.

Vitrine im Obergeschoss, gefördert durch die Kulturstiftung der Sparkasse, Foto von Ralf Schreck
Vitrine im Obergeschoss, gefördert durch die Kulturstiftung der Sparkasse, Foto von Ralf Schreck
Nachkriegs-Flüchtlingsunterkunft im Nebengebäude, Foto von Ralf Schreck, Film-AG
Nachkriegs-Flüchtlingsunterkunft im Nebengebäude, Foto von Ralf Schreck, Film-AG
 

Heimathaus – eine echte Herausforderung

"Fleißiger Helfer krank, Wasserhahn im Nebengebäude tropft, Wasser steht in der Waschküche, Heizofen defekt“ – eine Herausforderung nach der anderen hielt das Heimathaus-Team auf Trab und noch einige drum herum.

Dieter Fuchs, Wolfgang Knobloch und Siegfried Stutz beim Verlegen des massiven Dielenbodens aus schwedischem Holz.
Dieter Fuchs, Wolfgang Knobloch und Siegfried Stutz beim Verlegen des massiven Dielenbodens aus schwedischem Holz.

Der Dielenboden wurde in den Ausstellungsräumen des Erd- und Obergeschosses vom Hauptgebäude verlegt. Anschließend konnten die Maße für die großen raumhohen Ausstellungsvitrinen genommen werden, welche die Firma Linder & Aulenbach maßanfertigte und die von der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe gefördert wurden.

Zu Weihnachten gab es einen weiteren „Geldsegen“. Die ortsansässige IT-Firma 3iMedia hat 1.500 € fürs Heimathaus gespendet. Geschäftsführer Jürgen Ludwig meint: „Das Heimathaus liegt uns am Herzen“. Damit steht er nicht alleine.

Sehr viel Herzblut fließt in das historische Gebäude. Hoffen wir, dass es nach der Einweihung genauso viele Besucher anzieht, wie das Heimatmuseum in Leopoldshafen. Das ist Ansporn, Motivation und Bestätigung für alle Engagierten. 

 

Bilder der Umbauarbeiten

Alle ziehen an einem Strang, nicht nur bei den Bodenbelägen
Alle ziehen an einem Strang, nicht nur bei den Bodenbelägen
Besichtigung Heimathaus am 24.11.2014 mit Regierungspräsidium, Architekt und  Helfern
Besichtigung Heimathaus am 24.11.2014 mit Regierungspräsidium, Architekt und Helfern
 

Kranich, Katrin

Gemeindearchiv

Die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe unterstützt seit Jahren die nachhaltigen Projekte der Ortsgeschichte.
Die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe unterstützt seit Jahren die nachhaltigen Projekte der Ortsgeschichte.
 
Wappen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen

Gemeindeverwaltung Eggenstein-Leopoldshafen
Friedrichstraße 32 • 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
T: 0721 97886-0 • F: 0721 97886-23 • E: info@egg-leo.de

Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8.00-12.30 Uhr • Do 14.00-18.00 Uhr
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